ANDERE ÜBER MEINE ARBEIT
VIER PILOTEN
“Die Inszenierung von Juli Mahid Carly switcht genussvoll zwischen komischen Momenten und bitteren. Ein Schlagabtausch von lustvoll ausgespieltem Slapstick und berührenden Erzählungen. Dominik Dos-Reis zeigt als Gabriel viel Stärke in der Verletzlichkeit. Marcel Jacqueline Gisdol ist eine Dramaqueen in grünen Fellboots, sucht im Rampenlicht aber vor allem die ungeteilte Aufmerksamkeit des Bruders. Es geht um Liebe und um den Schmerz vermisster Liebe, um Rollenbilder und Ich-Suche.
Die Kunst des Abends aber ist die Leichtigkeit, mit der die Darstellenden auch durch schwere Themen springen. Die Ernsthaftigkeit, mit der sie jugendlichen Sturm und Drang durchleiden. Der Witz, trotz dem sie die Dramen des Lebens nicht ins Lächerliche ziehen. Eine Serie zum Einschalten und Dranbleiben.”
(Sarah Heppekausen, Nachtkritik)
“Was dann passiert, ist eine der lustigsten und kurzweiligsten Aufführungen, die das Schauspielhaus Bochum seit einer Weile herausgebracht hat.”
(Sven Westernströer, Westdeutsche Allgemeine Zeitung)
MARIAH STUART
Die Inszenierung schneidet respektlos Schillers Sprache mit einem von Anglizismen perforierten Jugendslang aneinander, der vor diesem Jahrhundert geborenen Menschen so verschlossen bleiben dürfte, wie die Kronjuwelen im Tower. Was keineswegs anbiedernd wirkt ans junge Publikum, sondern als Stilmittel seine Zwecke erfüllt. Sprache entpuppt sich als soziales Kapital und Zugehörigkeitscode. Elisabeth spricht den Code von gestern, Mariah setzt den Standard von morgen.
Immer wieder verdichtet sich in Songs, für die Benjamin Vinnen als Musikalischer Leiter mit zeitgeistigen Pop-Strukturen sorgt, die Handlung. Vinnen steht dabei selbst auf der Bühne, zeigt wieder sein Talent als Komödiant und spielt den unterwürfigen Mitläufer, der vom Vater zum Top-Sportler getriezt wird. Auch die Nebenfiguren führen ihre Befreiungskämpfe in diesem emanzipatorischen Empowerment-Theater, das deshalb so gut funktioniert, weil es mutig mit Spielfreude, Witz und ironischer Geste agiert – ohne jede Angst, die Botschaft zu unterminieren.
Die besteht darin, dass der Showdown („Du hast mich gerade fucking geköpft“) ja nur Theater ist, sich zurückdrehen lässt und der Theaterspaß am Ende unser eingeübtes Entweder-Oder-Schema auf den Kopf stellt. Und das Streben nach der Krone als äußere Erwartungshaltung entlarvt. Das Glück finden die Protagonistinnen nicht im Triumph über eine Konkurrentin, sondern in der eigenen Unabhängigkeit. Da befindet sich diese Version wieder ganz bei Schiller. König ist, fügte er seinem eingangs zitierten Satz hinzu, „der bei seinem Tun nach keines Menschen Beifall braucht zu fragen“.
(Dimo Rieß, Leipziger Volkszeitung)
“Mit Jugendsprache ist es nämlich nicht leicht. Jedes Jahr lobt der Langenscheidt-Verlag das „Jugendwort des Jahres“ aus, für das Jugendliche nominieren und abstimmen dürfen. Aber: schon wenn diese Begriffe in der Liste stehen, finden sie im Sprachgebrauch eigentlich nicht mehr statt. Aber durch die Nominierung kehren sie wieder in den Sprachgebrauch zurück, in ironischer Form. Sie sind dann eher Memes. Juli Mahid Carly scheint das begriffen zu haben und nutzt die Sprache als humoristisches Mittel, immer ein bisschen drüber und überzeichnet, ohne zum Klamauk zu werden.
Dann nimmt sich das Stück selbst nicht ernst und deswegen auch selbst wahr. So ist es das Hobby der zwei Nebenfiguren Läster und Bully, gespielt von Anna-Lena Zühlke und Philipp Zemmrich, Overvoices zu sprechen, also jenen simplen dramaturgischen Kniff, mit dem im Film Hintergründe vermittelt werden. Außerdem wird im Stück an einem Stück gearbeitet, dass wir so nie zu sehen bekommen (High School Musical et al. lässt grüßen) und zwar die Zehn-Minuten-Version von „Maria Stuart“. Mariah mit H wundert sich da zuweilen schon, warum ihr Leben so genau einem alten Drama von Schiller(-Swift) entspringt.
Nicht zuletzt lebt der Abend am Theater der Jungen Welt in Leipzig auch vom Ensemble: Die sechs Personen auf der Bühne spielen ihre Rollen leicht übertrieben, um den irrealen Charakter zu betonen, vergessen dabei aber nicht, dass es immer noch um Menschen geht.
Sie schaffen es, die Figuren, die nicht ihrem Alter entsprechen mit dem richtigen Maß an jugendlicher Energie zu spielen, vor allem wenn sie eigene Versionen von bekannten Popsongs (Musik: Benjamin Vinnen) singen beispielsweise von Taylor (Schiller) Swift oder (Johann Wolfgang) Billie Eilish und dazu Social Media-tauglich tanzen (Choreografie: Sofiia Stasiv). Das alles sorgt für viel Gelächter und gelöste Stimmung.”
(Thilo Sauer, Die deutsche Bühne)
TERE MERE BEECH MEIN KEINE AHNUNG WAS DAS HEISST
(Wortmeldungen Förderpreis für kritische Kurztexte)
„Juli Mahid Carly schreibt über die Unmöglichkeit einer organischen Perspektive aus der westlichen Diaspora auf die ‚Heimat‘ Bangladesch und die eigene Existenz dazwischen. In einem ästhetisch anspruchsvollen Sampling aus orientalistischen Klischees, popkulturellen Referenzen und scharfsinnigen Beobachtungen deckt Tere Mere Beech Mein – keine Ahnung, was das heißt – koloniale Abhängigkeiten und Ambivalenzen innerhalb eines transnationalen Familiennetzwerks Satz für Satz auf.“
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KABALE+LIEBE
“Das alles macht dem jungen Publikum, für das das Stück gedacht ist, wie auch den älteren Zuschauern, die eben durch den Klassiker angelockt sind, wirklich bemerkenswert viel Freude. Ein tolles Stück, das hier im "alten Museum" aus der alten Geschichte heraus inszeniert wird. Und wenn es im Text dann doch wieder Schiller wird, so merkt man das gleich am Rhythmus der Reden, die dadurch auch schon fast zum Gesang werden.
Und dann schlägt Schiller eben doch wieder zu mit seiner Tragödie, die als "Reklam-Buch" zum daraus Zitieren in einer Vitrine des Museums steht. "Das Erbe fesselt uns zusammen wie einen Bund Lauchzwiebeln im Frühjahr", ist so einer der geflügelten Sätze. Sollte das, was da zwischen Lou und Ferdinand funkt, nur ein Sommerflirt sein, bevor es ernst wird mit der Emilie?
Es ist auch ein Stück darüber, wie man heute auf Schiller blicken könnte. Denn da wird plötzlich eine riesige Perlenkette ausgepackt, die Schillers Mutter gehört haben könnte, und die Raubkunst sein könnte, eben von Sklaven erstanden in der Zeit der Kolonien. Und es wird in Schillers Leben hier auf der Bühne gegraben: Denn damals waren die Männer eines Stands wie Schiller durchaus keine Kostverächter, was "Eroberungen" angeht, mit Mädchen, die da gar nicht Nein sagen konnten.
Und dass es eine Luise in seinem Leben als "Jugendliebe" wirklich gab, die dann entehrt ins Kloster musste, als ihr Verhältnis zum Dichter herauskam, der da auf der anderen Seite die Finger in die doppelte Moral der Gesellschaft legte, in der er lebte. Keine Frage, bei diesem Stück werden die Ebenen zwischen Original und der Überschreibung Juli Mahid Carlys so geschwind gewechselt, dass man sich das Stück mehrmals anschauen könnte, um immer wieder eine neue Perspektive zu bekommen.”
(Oliver Fiedler, Singener Wochenblatt)
HÄNSEL&GRETEL: A SWEET ESCAPE
„Wie im Märchen“ wird gerne als Umschreibung für besonders schöne oder romantische Situationen verwendet. Dabei können Märchen auch ganz anders sein. Ein gutes Beispiel ist das grausame Schicksal von „Hänsel und Gretel“: Das Geschwisterpaar wird nicht nur von seinen Eltern im Wald alleine zurück gelassen, sondern dort auch noch von einer Hexe mit Appetit auf Menschenfleisch gefangen gehalten. Dieses doppelte Drama durchzieht die Uraufführung am Münchner Volkstheater als roter Faden und wird abschnittsweise in der Grimmschen Originalfassung vorgelesen.
Gleichzeitig hebt Juli Mahid Carly sein Stück auf eine zweite Ebene, die im Hier und Heute spielt und um die Thema Essstörungen, Generationenkonflikte und Geschlechterrollen kreist: Während Hänsels Hunger nicht zu stillen ist, verweigert Gretel die Nahrungsaufnahme; von Vater und Stiefmutter fühlen sich beide vernachlässigt. In die Haut der Hexe schlüpft eine exaltierte Drag Queen, die zwischen Gut und Böse laviert und ihr Umfeld mal mit Familienaufstellungen oder Diabetes-Beratung coacht, mal knechtet und drangsaliert. Der ständige verbale Schlagabtausch aller Protagonisten greift Queerness-Diskussionen und Social Media-Routinen genauso auf wie Psychosprech-Plattitüden. Seinem Fluss zu folgen, verlangt den Zuschauern einiges ab, sorgt aber auch für viele Lacher. Bei Kostümen und Maske zündet das Stück ebenfalls ein Feuerwerk und überzeichnet jede Figur in ein schrilles Extrem ihrer selbst. Insbesondere Anne Stein, doppelbesetzt als Vater und Wolf, brilliert trotz kleiner Statur mit ausdrucksstarker Bühnenpräsenz. Beim Schlussbild steht die dysfunktionale Familie vereint vor dem Vorhang mit der verschnörkelten Aufschrift „Mahlzeit“ – ein Ende ohne Happy, aber mit viel Applaus.
(Antoinette Schmelter-Kaiser, Crescendo)
FATA MORGANA
“Das hätte man auch nicht gedacht, dass dieses ulkige Lied der schonungslosen EAV einmal zu Theaterehren kommen würde, und dann auch noch in einer Produktion von jungen Leuten, die beim Erscheinen des Songs noch gar nicht geboren waren. Nun aber heißt die Aufführung so wie damals die tönende Irrsinnserscheinung, "Fata Morgana". Allein daran kann man schon ermessen, dass der Abend selbst so ist. Irrsinnig. Und rasant, von ein paar Stellen, wo er stillsteht, mal abgesehen.
Juli Mahid Carly hat selbst den Text geschrieben und inszeniert, es ist die erste Inszenierung, die auf der kleinsten Bühne im neuen Volkstheater herauskommt. Dort ist sie genau richtig aufgehoben, weil man sich "Fata Morgana" am besten als einen zwar aufwendig, aber irgendwie wie im Moment umgesetzten Geistesblitz vorstellen muss, der gar nichts Allgemeingültiges haben will. Und vier Menschen entfesselt spielen, singen, toben lässt.
Es geht um Influencer, die nach Dubai oder andere Orte am Golf ziehen, dort sehr viel Geld verdienen, für das sie sehr wenig Steuern zahlen, dafür müssen sie über alle dort herrschenden Missstände schweigen. Dort angekommen, treffen Stormy und Toni, zwei sich in abenteuerlichen Gedankenschleifen befindliche Influencerinnen, allerdings auf eine seltsame Einrichtung namens eben Fata Morgana, die eine Art Klon-Labor für superdurchdesignte, einflussreiche Erscheinungsformen im Internet ist. Fata Morgana halt. Nicht echt.
Alles ist flott, bunt, witzig. Luise Deborah Daberkow spielt die Stormy als überdrehtes Kondensat aller möglichen Influencer und deren Marotten, sie ist eine Theaterwucht, schonungslos und treffsicher. Ruth Bohsung, deren Toni immer wieder von intellektuellen Anwandlungen gepeinigt wird, macht es ihr gleich, Maral Keshavarz und Lorenz Hochhuth sind reichlich irre, aber auch sehr freundliche Herrscher im Menschenlabor. Alles kann man kaufen, alles den Leuten unterjubeln. Am Ende steht das unmittelbare Produkt: You. Damit kann man endlich alles bewerben.”
(Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung)
“Der Autor Juli Mahid Carly persifliert boshaft und pointiert die Fake-Welt der Influencer. Als Regisseur gibt er den Schauspielern Auslauf mit aberwitzigen Einfällen und gutem Timing. Sein Volkstheater-Debüt weckt Hoffnung auf mehr von ihm.”
(Gabrielle Lorenz, Münchener Feuilleton)
MERMAID CUT
"Juli Mahid Carly's Mermaid Cut greift die aktuelle gesellschaftliche Debatte über Geschlecht, Körperrollen und Körperbilder auf und treibt sie auf intelligente und unterhaltsamen Weise auf die Spitze. Seine Inszenierung ist eloquent und witzig, überraschend anders und: sehr musikalisch. (...) Der männlich oder weibliche Körper, so die Überzeugung des Regisseurs Juli Mahid Carly, unser Dasein, unseren Alltag bestimmt. Carly's Anliegen daher: Die vollständige Dekonstruktion von Körperbildern."
(Cordelia Marsch, SWR)
"Dabei sollte doch alles so schön sein: Die kleine Meerjungfrau mit ihrem Prinzen, und dann liegt sie auf dem Boden seines Fischrestaurants, eingewickelt in Plastikfolie auf dem Boden und wird von allen Seiten angestarrt. Eine schwitzende, menschengroße Sushirolle, die plötzlich nicht mehr nicht mehr in das Bild der schönen Prinzessin passen will. Beschämt von den angewiderten Blicken knickt der Prinz schließlich ein und macht, statt ihr zu helfen, einem anderen den Hof. Klingt nicht sehr
märchenhaft, oder?
Nun, das soll es auch nicht. "Mermaid Cut", das letzten Dienstag im Nord uraufgeführt wurde
basiert auf dem Märchen "Die kleine Meerjungfrau" von Hans Christian Andersen.
Doch Juli Mahid Carlys Stück nimmt den Stoff gekonnt auseinander, konfrontiert ihn mit sich selbst und bettet die Bestandteile dann in ein Gedankenexperiment ein: Was wäre, wenn die
Kleine Meerjungfrau nicht das Bild der zu verehrenden Weiblichkeit wäre, sondern - Gott bewahre - trans?
Geschlecht bläht sich auf
Die Inszenierung verbindet ihren queeren Protagonisten mit einer Unterwassergesellschaft der absoluten Toleranz. Das Reich des Meereskönigs wird zu einer Welt, die das binäre Geschlechtersystem abschafft, Selbstakzeptanz zum Motto erhoben und das Ende von einengenden Rollenbildern ausgerufen hat. Das Ergebnis: Menschen, diein ihrer Utopie wilde Bälle veranstalten, TikToks aufnehmen und sich ständig in politische Diskussionen verstricken. Dass die Community an diesem selbst geschaffenen Diskursraum gleichzeitig wächst und leidet wird auf der Bühne schön inszeniert: DasGeschlecht - manifestiert in Form einer riesigen, dunkelgrünen Plastikfolie- bläht sich während der Szenen auf und umhüllt manchmal die Figuren auf der Bühne, bringt sie wieder ins Straucheln oder bietet ihnen ein Versteck.
Freed from the fin
All das hat in seiner schrillen Übertriebenheit oft etwas angenehm Irritierendes. "Mermaid Cut" provoziert Momente des Ausrastens, in denen das Publikum aus seinen bequemen Alltagswahrheiten aufgerüttelt wird. Was wäre zum Beispiel wirklich, wenn es keine Zuschreibungen mehr von außen gäbe? An manchen Stellen funktioniert das besonders gut. Zum Beispiel, wenn die böse Meerhexe Ursula - hier eine dubiose Unterwasser-Schönheitsdoktorin - die Meerjungfrau von ihrer Fischflosse befreit und sie in das Schönheitsideal der Landgesellschaft katapultiert, ist das ist schauspielerisch und szenisch eine perfekte Leistung. Sprachlich profitiert das Stück auch enorm von seinen selbstironischen Anspielungen auf die Popkultur: Disneys "Arielle die Meerjungfrau" taucht auf, ebenso wie Judith Butler und die "Queer Eye"-Serie von Netflix. All das wird auf der Bühne so schnell und rhythmisch umgesetzt und rhythmisch umgesetzt, so dass eine Energie erzeugt wird, die leicht anderthalb Stunden durchhält. Auch in dieser Geschichte verliert die kleine Meerjungfrau aus Liebe zum Prinzen sowohl ihre Flosse als auch ihre Stimme. Nur ein Happy End hat die Romanze nicht. Und wie sollte sie auch, wenn die Märchenhochzeit das Symbol für alles ist, was "Mermaid Cut" in Frage stellen will? Stattdessen gelingt der Inszenierung etwas anderes: das Erzählen einer ernst zu nehmenden queeren Figur,”
(Sabine Fischer, Stuttgarter Zeitung)
VERBINDUNGSFEHLER
„Juli Mahid Carly, der junge Autor von Verbindungsfehler, ist nicht nur bestens mit den neuesten Chat-Trends vertraut, sondern auch mit den Mechanismen rassistischer und sexistischer Hetze. Er schreibt in einer jugendlichen, lockeren und temporeichen Sprache, die die Tiefen echter emotionaler Not ausleuchtet. Er beherrscht die Kunst, scheinbar flapsiges Gerede in echten Verzweiflungsschmerz umschlagen zu lassen. Dafür dirigiert er mühelos ein Meer aus Metaphern und poetischen Bildern.“
(Christine Adam, Neue Osnabrücker Zeitung)
WEISSABGLEICH
„Der Film lebt von interessanten Schauspielerinnen und optischen Kontrasten: Während bunte, skurrile Zwischenspiele in einer Art ‚Kolonialismus-Guckkasten‘ gezeigt werden, in denen Carly sich seinen Zuschauerinnen in einer heroischen Pose präsentiert, sind die Szenen, in denen er Rat sucht und Veränderungen durchläuft, bewusst nüchtern gehalten. Der Inhalt des Films – der Wunsch nach Hautaufhellung – wird zu einem persönlichen Anliegen, das die Zuschauerinnen emotional berühren kann. Dafür nutzt Carly unterschiedliche Antagonistinnen: seine Mutter, die als gutmütige, aber verständnislose Figur auftritt, den rechtsextremen Identitären als bösestes Übel und den plastischen Chirurgen als Kapitalisten, der mit Rassismus Geld verdient. Der Film fordert ständig zur Identifikation und Abgrenzung auf und tut dies mit einer Vielfalt an Formen und einer Geschwindigkeit, die zwar durchweg überwältigend wirkt, aber auch extrem witzig und sinnlich nachvollziehbar ist.“
(Johannes Koch, Ludwigsburger Kreiszeitung)